Saefkow wurde in der Wohnung seiner Eltern, des Schneiders Anton Saefkow und dessen Ehefrau Fanny geb. Ludwig in der Alten Jacobstraße 69 geboren. Er schloss sich als Schlosserlehrling 1920 dem Kommunistischen Jugendverband (KJVD) an, in dessen Berliner Leitung er 1922 aufrückte. 1924 trat er der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei.


Von April 1933 bis April 1934 sperrten ihn die Nationalsozialisten in das KZ Fuhlsbüttel, danach für zweieinhalb Jahre ins Zuchthaus Fuhlsbüttel wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. 1936 folgte seine Internierung im KZ Dachau. Dort war er zusammen mit anderen kommunistischen Gefangenen an der Durchführung von Schulungen, der „Roten Hilfe“ und einer illegalen Gedächtnisfeier für Etkar André beteiligt. Nach Denunziationen veranlasste die Staatsanwaltschaft beim Hamburger Sondergericht die Unterbrechung der Zuchthausstrafe für 25 Gefangene und lieferte sie an die Polizei aus, die sie im Polizeigefängnis Hamburg in „Schutzhaft“ nahm. Wegen der Widerstandstätigkeit im KZ Dachau verurteilte ihn das Oberlandesgericht Hamburg zu weiteren 30 Monaten, die er im Zuchthaus Fuhlsbüttel und in dessen Außenlager Schülp verbrachte.


Im Juli 1939 wurde er aus der Haft entlassen; bald wurde er wieder illegal tätig. Nachdem Mitte 1941 der Überfall auf die Sowjetunion begonnen hatte, baute er in Berlin die größte Widerstandsgruppe der KPD auf, die Operative Leitung der KPD. 1944 leitete er zusammen mit Bernhard Bästlein und Franz Jacob die Gruppe, die in Berliner Rüstungsbetrieben gegen den Krieg agitierte und zu Sabotageaktionen aufrief. Am 4. Juli 1944 wurde Saefkow verhaftet, am 5. September zum Tode verurteilt und am 18. September durch das Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingericht.

Wir finden es von großer Wichtigkeit das, das Gedenken an Menschen wie Anton Saefkow weiter lebt und lebendig bleibt. In dem wir das Haus nach ihm benennen hoffen wir unseren Teil dazu beitragen zu können. Dabei steht Anton stellvertretend für sehr viele Held*innen die nicht erst kurz vor Ende des dritten Reiches aktiv geworden sind. Sondern ihr ganzes Leben kompromisslos dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet haben und in Konzentrationslagern starben. Ihr Kampf lebt in uns weiter.